MANIFOLD - Modellentwicklung und Modellkopplung zu Akteursverhalten in Innovations- und Diffusionsnetzwerken

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Projektlaufzeit: 10/2019 – 09/2022

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Förderkennzeichen: 03EI1006F

Projektpartner:

  • Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) (Projektkoordinator)
  • Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Univ. Stuttgart (IER)
  • Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung, Univ. Stuttgart (ZIRIUS)
  • Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES)
  • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)
  • Abteilung für Psychologische Methodenlehre und Biopsychologie, TU Braunschweig (IPMB)
  • Institut für qualifizierende Innovationsforschung & -beratung (IQIB)

Die Entwicklung neuer nachhaltiger Energietechnologien sowie deren weitreichende Verbreitung sind essenziell, um die notwendige Reduktion der Treibhausgas-Emissionen zur Verminderung des Klimawandels erreichen zu können. Um die Mechanismen, die der Entwicklung und Diffusion von Innovationen zugrunde liegen, in Modellen adäquat abbilden und dadurch effektivere Politikinstrumente entwickeln zu können, ist die sozialwissenschaftlich-psychologische Betrachtung von Akteuren, Akteursgruppen und -interaktionen und damit auch der Akzeptanz der Akteure von zentraler Bedeutung. Allerdings gestaltet sich die Abbildung von empirischen Analysen zum Akteursverhalten in (techno-ökonomischen) Energiesystemmodellen in der Praxis oft schwierig.

Durch das Projekt MANIFOLD sollen Energiesystemmodelle trotz ihres primär techno-ökonomischen Fokus dazu befähigt werden, die Ergebnisse aus quantitativen und qualitativen empirischen Analysen (z.B. Fragebogenstudien, Conjoint-Analysen, qualitative Interviews, etc.) zum Verhalten von Akteuren (z.B. Bürgern, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, etc.) besser und v.a. mit geringerem methodischem Aufwand zu berücksichtigen. Hinsichtlich der Systemanalyse sollen dadurch insbesondere Fortschritte im Bereich modelltechnischer Fragen der Technikakzeptanz und Hemmnisanalyse erzielt und eine realistischere Simulation und Analyse regulatorischer Rahmenbedingungen ermöglicht werden.

  Abbildung 1: Schematischer Überblick über die in MANIFOLD betrachteten Modellwechselwirkungen (aus Senkpiel et al. (2020)) Urheberrecht: © FCN-ESE Abbildung 1:Schematischer Überblick über mögliche Wechselwirkungen von Energiesystemmodell, Transformationspfadmodell, Technologiegenese-Modell und gesellschaftspolitischem Akzeptanzmodell aus Senkpiel et al. (2020)

Um gesamtsystemische Aussage zum Endenergieeinsatz und daraus resultierenden Emissionen zu treffen, ist der Marktanteil sowie der Einsatz der aktuell verfügbaren und zukünftigen Technologien entscheidend. Insbesondere die Kaufentscheidungen sowie Zahlungsbereitschaften von privaten Haushalten sind allerdings nicht rein wirtschaftlich motiviert, sondern hängen von individuellen Präferenzen ab. Die von seitens FCN-ESE und der IPBM für das Projekt MANIFOLD konzipierte Methodenkopplung verbindet qualitative, quantitativ deskriptive sowie inferenzstatistische Methoden. So soll ein Prozess erprobt werden, die die Integration von Marktabbildungen auch zukünftiger Heiztechnologien in Energiesystemmodelle erleichtern soll.

Erste Ergebnisse zu Möglichkeiten der Integration von empirischen Erhebungen und Modellkopplung wurden in Senkpiel et al. (2020) (s.u.) veröffentlicht.

 

Ausgewählte Publikationen von Fachergebnissen

Fachzeitschriftenartikel (full scholarly peer-review)

Senkpiel, C., Dobbins, A., Kockel, C., Steinbach, J., Fahl, U., Wille, F., Globisch, J., Wassermann, S., Droste-Franke, B., Hauser, W., Hofer, C., Nolting, L., Bernath, C. (2020). Integrating Methods and Empirical Findings from Social and Behavioural Sciences into Energy System Models—Motivation and Possible Approaches, Energies, 13(18), 4952. [MDPI]

Kontakt

Name

Aaron Praktiknjo

Leiter des Lehrstuhls für Energiesystemökonomik (FCN-ESE)

Telefon

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+49 241 80 49870

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