HyInnoSys – Innovationsbegleitende Maßnahmen zur Marktvorbereitung, Vernetzung und zum Technologie- und Wissenstransfer

  Zukunftscluster Wasserstoff Urheberrecht: © Zukunftscluster Wasserstoff

Projektlaufzeit: 10/2021 – 09/2024

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen: 03ZU1115KA

Projektpartner (Konsozialpartner und assoziierte Partner)

  • Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIME)
  • Lehrstuhl für Technik und Gesellschaft (SoTec)
  • Lehrstuhl für Energiesystemökonomik (FCN-ESE)
  • Institut für techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3)
  • Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen (VKA)

Assoziierte Partner:

  • Kreisverwaltung Düren
  • Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) mbH

Der Energieträger Wasserstoff wird in der zukünftigen, CO2-neutralen Energiewirtschaft eine entscheidende Rolle spielen. Vor dem Kontext ambitionierter Treibhausgasreduktionsziele und des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien, rücken zunehmen die Fragen zu Speichermöglichkeiten großer Energiemengen und nach dem Einsatz alternativer Kraftstoffe in den Vordergrund. Mit Hilfe von Elektrolyseuren kann erneuerbare elektrische Energie in den chemischen Energieträger Wasserstoff umgewandelt werden. Dieser kann im Anschluss als Speicher dienen, durch das Gasnetz verteilt werden und dadurch letztendlich in Regionen und zu Zeiten zum Einsatz kommen, in denen die Erzeugung regenerativer Energie nicht in ausreichendem Maße möglich ist. Neben der direkten Rückverstromung ist ein Einsatz von Wasserstoff im Wärmesektor und im Verkehrssektor denkbar. Auch für Produktionsprozesse in der Chemie- und Stahlindustrie wird er eine zunehmend große Rolle spielen.

Der Zukunftscluster Wasserstoff strebt nach einer wasserstoffbasierten Energiewirtschaft, in der Deutschland die Rolle des Technologieführers einnimmt. „Wasserstofftechnologien made in Germany“ soll weltweit für herausragende, innovative Spitzentechnologien stehen. Vorhandene Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologien wie auch bestehende Vernetzung zu relevanten Akteuren aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft werden als Grundlage für Innovation und neue Wertschöpfungsketten genutzt. Durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in einem Experten-Netzwerk werden Wasserstofftechnologien mit disruptivem Innovationspotential zu hohen Technologie-Reifegraden und schließlich in den Alltag der Menschen überführt.

Technologischer Wandel bedarf neben der gezielten Entwicklung der Technologie stets auch paralleler Aktivitäten in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und (volkswirtschaftlicher) Institutionen, die die Rahmenbedingungen für den Wandel darstellen und Markt-vorbereitend wirken. Aus diesem Grund beschäftigt sich das Projekt HyInnoSys mit innovationsbegleitenden Maßnahmen, welche die Wirkung des Zukunftscluster zusätzlich entfalten und helfen sollen, die Forschung der anderen Projekte des Clusters in Wertschöpfung umzusetzen. Dies soll unter Einsatz moderner Instrumente des Innovationsmanagements wie partizipativer Beteiligung von Bürger:innen und anderer Stakeholder geschehen. Es sollen Handlungsmöglichkeiten für Politik, gesellschaftliche Akteure sowie Unternehmen abgeleitet werden. Es ist erklärtes Ziel, den Wissenstransfer in die und aus der Region sowie über die Clustergrenzen hinweg in andere Förderprojekte zu ermöglichen sowie den Technologietransfer in die Industrie und zwischen Sektoren zu befähigen. Der Aufbau, die Steuerung und Weiterentwicklung derartiger komplexer Innovationsbündnisse wie einem Zukunftscluster Wasserstoff sind in der Praxis aus Sicht von Programm- und Projektmanagement als äußerst herausfordernd anzusehen. So gilt es u.a.:

  • Wertschöpfungspotenziale zu identifizieren und zu spezifizieren,
  • Faktoren und Bedingungen für den regionalen Aufbau eines Innovationsökosystems zu erkunden,
  • die Ergebnisse aus technischer Sicht auf Ebene der Wasserstofftechnologien zu synthetisieren,
  • eine themenübergreifende Synthese durchzuführen, um verallgemeinerungsfähiges Wissen zu erzeugen,
  • den Wissenstransfer in die Fachöffentlichkeit sicherzustellen,
  • etwaige Bedarfe zur Weiterentwicklung des Zukunftsclusters zur Zielerreichung der Förderinitiative zu identifizieren,
  • die Ergebnisse mit dem internationalen Forschungsstand abzugleichen,
  • Wachstumsfelder für die deutsche Wirtschaft zu identifizieren, um so Wirtschaftsprognosen sowie Zukunftsbilder zu entwickeln,
  • und letztendlich Lernpotenziale für die zukünftigen Umsetzungsphasen des Zukunftsclusters Wasserstoff zu erarbeiten.