Wettbewerb und Regulierung auf den Energiemärkten

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Master
Semester:
Sommersemester
Wintersemester
Organisationseinheit:
FCN-ESE
Dozent:
Prof. Dr.-Ing. Aaron Praktiknjo
Sprache:
Deutsch

Weitere Informationen

 

Vor der Liberalisierung waren Energiemärkte in der Regel monopolistisch aufgebaut. Dabei genehmigte eine staatliche Behörde (Regulierer) normalerweise den Energieverkauf einem einzigen Unternehmen in einem Konzessionsgebiet. Darüber hinaus waren Energieversorger üblicherweise vertikal integrierte Unternehmen. In Folge von Richtlinien der Europäischen Union wurden schließlich vertikal integrierte Unternehmen in Deutschland teilweise disaggregiert (unbundled) und der Hauptteil der Wertschöpfungskette aufbauend auf die "Essential Facility Theory" liberalisiert. Durch Unbundling und Liberalisierung erhofft man sich wichtige volkswirtschaftliche Vorteile, wie beispielsweise Zugewinne an wirtschaftlicher Effizienz oder auch an Innovationspotenzialen. Vorteile, die für eine Exportnation wie Deutschland besonders relevant sind. Allerdings können vertikal integrierte Unternehmen sowie Monopole ebenfalls Vorteile durch Synergieeffekte oder erhöhter Versorgungssicherheit bieten. In den 1990er und 2000er Jahren (zu Zeiten von Überkapazitäten) war die herrschende Meinung, dass die Vorteile von Unbundling und Liberalisierung die Vorteile von vertikal integrierten Monopolen überwiegen. Heute stehen die Energiemärkte allerdings in Folge der Energiewende vor neuen Herausforderungen. Im Rahmen dieses Seminars soll analysiert werden, welche Auswirkungen Wettbewerb und Regulierung auf den Energiemärkten hat.